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Lesedauer ‚Managed IT Service: Dienstleistung aus einer Hand‘: 8 Minuten

Eine zeitgemäße IT-Infrastruktur ist hyperskaliert, hyperdynamisch und … hyperkomplex. Kein Geheimnis also, dass Unternehmen im Bereich IT zunehmend auf Managed Service-Konzepte bauen, um die interne IT-Abteilung zu entlasten, technische Prozesse zu optimieren, freie Ressourcen zu schaffen sowie IT-Ausgaben zu mindern. Aber was sind Managed IT Services eigentlich und welche Faktoren sprechen für die Buchung solcher Services? Antworten erhalten Sie im folgenden Blogbeitrag.

Ob mittelständisches Unternehmen oder Großkonzern: Eine stabile IT-Infrastruktur ist der Grundstein eines jeden Unternehmens. Allerdings leiten die zunehmende digitale Vernetzung, die Einbeziehung einer großen Anzahl digitaler Technologien (mit immer kürzeren Produktlebenszyklen) sowie die hohen Gesetzesauflagen dazu, dass IT-Strukturen in Betrieben immer umfangreicher werden.

Auf der anderen Seite fehlt es heutzutage in Unternehmen nicht selten an Zeit, Kapital, Fachkräften und passendem Know-how. Deshalb werden immer mehr Teilbereiche der IT-Infrastruktur über Managed IT Services von einem externen IT-Dienstleister betreut.

Einer Datenerhebung des IT-Sicherheitsdienstleisters Eset entsprechend arbeiteten im Jahre 2021 bereits 62 Prozent der befragten Betriebe in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) mit einem Managed Service Provider zusammen oder hatten vor, dies im Laufe des Jahres anzugehen.

Managed Service – IT-Administration mit Köpfchen

Zunächst einmal die Definition: Managed IT Services sind wiederkehrende IT-Dienstleistungen, welche im Arbeitsauftrag eines Unternehmens von außenstehenden IT-Dienstleistern (sog. Managed Service Provider oder kurz MSP) geleistet werden. Dazu zählen unter anderem die Zurverfügungstellung, Beaufsichtigung und Administration von Anwendungen, Netzleistungen, Speicherplatz, IT-Sicherheit, die Weiterentwicklung von Geschäftsabläufen sowie technischer IT Support für ArbeitnehmerInnen.

Kategorie und Umfang der entsprechenden IT-Dienstleistungen werden im Voraus im Detail festgelegt und zwischen den beiden Parteien durch sog. Managed Service Agreements (MSA) oder Service Level Agreements (SLA) vertraglich festgelegt.

Managed IT Services werden üblicherweise im monatlichen Turnus erbracht, weshalb die Rechnungstellung in der Regel ebenfalls monatlich und nach definierten Tarifmodellen erfolgt. So ist die Abrechnung 100% transparent und die Erbringung der IT-Dienstleistungen eindeutig messbar.

Welche IT-Dienstleistungen decken Managed IT Services ab?

Managed Service-Modelle bieten drei verschiedene Formen der Leistungserbringung:

  1. IT-Dienstleistung vor Ort – Bei dieser Art der Leistungserbringung laufen die IT-Systeme am Standort des Klienten. Die Verwaltung sowie die Beaufsichtigung finden über ein System für das Remote Monitoring + Management (RMM) statt.
  2. IT-Dienstleistungen via Fernzugriff – Die IT-Dienste werden auf der Infrastruktur des IT-Dienstleisters betrieben und über das Netz bereitgestellt. Einige Managed Service Provider unterhalten hierfür ein persönliches Rechenzentrum, andere wiederum arbeiten mit Colocation-Anbietern zusammen.
  3. IT-Dienstleistungen über die Cloud – Das dritte Modell besteht darin, Managed IT Services auf einer sog. Public Cloud-Plattform bereitzustellen.

Umfassten Managed IT Services zu Beginn vor allem die Beaufsichtigung der Server- sowie Netzwerkinfrastrukturen, decken sie mittlerweile einen enormen Teilbereich der IT ab:

Storage-Services – umfassen die Bereitstellung, Konfiguration und Wartung von Speicherplätzen

Cloud Computing – beinhalten IT-Dienstleistungen rund um Cloud Computing und die Verlagerung der IT in die Cloud

Backup- und Recovery Services – umfassen die Erstellung von Backups und eine Datenwiederherstellung im Katastrophenfall

IT-Sicherheit – beinhalten IT-Dienstleistungen rund um die IT-Sicherheit; zum Beispiel die Bereitstellung, Konfiguration sowie das Aktualisieren von Antivirenprogrammen, Antispam-Lösungen oder aber Firewall-Lösungen, um die Netzwerk-Absicherung und Desktop-Sicherheit zu garantieren

Remote Monitoring – umfasst die kontinuierliche Fernüberwachung und Fernsteuerung der Server, IT-Systeme sowie IT-Lösungen

Update- und Patch Management – umfasst das Aktualisieren sowie Patchen der eingesetzten IT-Systeme sowie IT-Lösungen

Application Services – umfassen die Bereitstellung, Anpassung und Wartung von wichtigen Server-Applikationen

Helpdesk Services – beinhalten alle Support-Dienste

Managed Services und IT Outsourcing – zwei Paar Schuhe

Während IT Outsourcing die Ausgliederung kompletter IT-Aufgaben sowie IT-Segmente an einen IT-Dienstleister bedeutet, werden beim Managed IT Service-Modell häufig nur bestimmte Teilbereiche der IT-Infrastruktur ausgelagert.

Des Weiteren geht IT Outsourcing in der Regel generell mit einem Arbeitsplatzabbau einher. Managed IT Services haben hingegen die Absicht, die IT-Teams zu entlasten, damit sie sich besser auf deren Kernaufgaben konzentrieren können.

Ein anderer essentieller Unterschied zwischen Managed IT Services und IT Outsourcing besteht darin, dass letzteres de facto einem Kontrollverlust über die unternehmerische IT gleichkommt. Im Gegensatz dazu verbleiben die Assets bei Managed Services im Unternehmen.

Welche Vorteile Managed IT Services haben

Managed Services erzeugen vielfältigen strategischen Nutzen. Dazu zählt unter anderem:

Wachstum – Unternehmen im ganzen verfügen über gesteigerte Kapazitäten zur Realisierung einer langfristigen strategischen Ausrichtung.

Kostenkontrolle – Mit Managed Services haben Betriebe ihre IT-Aufwendungen besser im Griff. Kosten sind vertragliche definiert und zusätzlich helfen die Rahmenbedingungen des Konzepts, künftige Anpassungen präzise zu kalkulieren. Unerwartete Ausgaben oder Budget-Engpässe im Bereich IT werden so vermieden.

Effizienz – Besonders für kleinere Unternehmen ist es eine Herausforderung, genügend Fachkräfte für die interne IT-Abteilung zu stellen. Dank Managed IT Services profitieren die Betriebe vom Know-how eines beachtlichen Expertenteams, das ihnen nicht bloß die nötige IT-Beratung bietet, sondern auch herausfordernde Angelegenheiten übernimmt.

Gesteigerte Sicherheit – Durch die stetig steigende Anzahl an Angriffen aus dem Internet erhöht sich der Stressfaktor für Unternehmen, sich in Bezug auf Daten-Compliance abzusichern. Die Sicherheitslösungen von Managed Services gestatten es, auf diese Bedrohung angemessen zu reagieren. Zudem verfügen Managed Service Provider meist über mehr Sicherheitsexpertise und leistungsfähigere Software, als ‚vor Ort‘ in kleinen und mittelständischen Betrieben vorhanden sind.

Digitalisierung – Die digitale Transformation ändert die Arbeitswelt drastisch. Kaum ein Unternehmensbereich ist davon stärker betroffen als die IT. Durch Managed IT Services können Betriebe in Kürze technische Innovationen der Industrie 4.0 (leistungsfähige Cloud-Lösungen o.ä.) realisieren. Dadurch werden Unternehmen agiler und skalierbar.

Hochverfügbarkeit – Da Managed Service Provider typischerweise mit mehrfach redundanten Systemen arbeiten, gewährleisten sie eine hohe Ausfallsicherheit der IT (je nach Leistungsumfang wird eine Verfügbarkeit von bis zu 99,95 Prozent garantiert).

Der Einkauf von Managed IT Services lohnt sich

Managed IT Services sind im Kommen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sie die wachsende Komplexität von IT-Infrastrukturen mindern, für mehr Transparenz sorgen und freie IT-Ressourcen schaffen. Aufgrund dessen sind sich IT-Experten einig: Managed Service-Konzepte sind für jedes Unternehmen eine gute Entscheidung, wenn es um die IT geht.

Möchten Sie mehr über das Thema erfahren? Sind Sie an der Implementierung von Managed Services in Ihrem Unternehmen interessiert? Dann sind unsere Managed Service-Konzepte möglicherweise die passende Lösung für Sie. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4883 338 beraten wir Sie gerne. Zudem erfahren Sie hier auf unserer Website mehr zu Managed Services von Schneider + Wulf.

Foto © George Morina @ Pexels

Lesedauer: ca. 5 Min

Schneider + Wulf Managed Services – sind neben klassischen Bausteinen unseres 360° IT-Konzeptes wie Beratung, Implementierung und Wartung fester Bestandteil unseres Portfolios. Aber was genau sind eigentlich ‚Managed Services‘ und welche Vorteile bieten Sie?

Geprägt wurde der Begriff erstmals vom IT-Berater Karl Palachuk, der das Dienstleistungsmodell 2006 in seinem Buch ‚Service Agreements for SMB Consultants‘ beschrieb. Ausgangspunkt für diese neue Art der Dienstleistung war die Überwachung von IT-Infrastrukturen aus der Ferne (RMM = Remote Monitoring & Management).

Per Definition stellen Managed Services wiederkehrende, vom Dienstleister zu erbringende Leistungen dar, die in Art und Umfang vorab klar vom Kunden und besagtem Dienstleister definiert werden. Vertragliche Vereinbarungen (SLAs = Service Level Agreements) regeln dann sämtliche Details (Verfügbarkeit einzelner Systeme, Reaktionszeiten, etc.).

Managed Services basieren zwar auf klassischer IT-Dienstleistung, unterscheiden sich jedoch in vielerlei Hinsicht. Zunächst einmal definieren sich Managed Services niemals als einmalige, sondern grundsätzlich als wiederkehrende Leistungen, die über einen definierten Zeitraum kontinuierlich erbracht werden. Zudem erfolgen die Arbeiten in den allermeisten Fällen per Fernzugriff – Einsätze vor Ort werden nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt. Der Einsatz mandantenfähiger Technologien sorgt für hohe Effizienz – der Dienstleister garantiert so gleichbleibend hohe Standards für alle Kunden – so werden z.B. Patches und Updates automatisch und zeitgleich auf allen angebundenen Kundensystemen ausgerollt.

Aus diesem Grund ist es legitim zu sagen, dass Managed Services IT-Dienstleistung industrialisiert – ganz im Gegensatz zum traditionellen ‚IT-Manufakturbetrieb‘.

Zu guter Letzt zeichnen sich Managed Services durch Prävention statt Reaktion aus. Im Rahmen klassischer IT-Dienstleistung kommt das Systemhaus üblicherweise erst dann mit dem Kunden in Kontakt, wenn eine Störung aufgetreten ist und nimmt die Rolle des Problemlösers ein. Im Gegensatz dazu ist das Systemhaus als Managed Service-Anbieter bestrebt, die reibungslose Funktion der Kundensysteme proaktiv zu gewährleisten. Eine Win-Win-Situation – der Dienstleister spart Ressourcen, Der Kunde erhöht die Verfügbarkeit seiner IT-Infrastruktur.

Wie geschaffen für komplexe IT-Infrastrukturen

Managed Service-Konzepte sind die logische Konsequenz immer komplexerer Infrastrukturen selbst in kleineren mittelständischen Unternehmen (KMU). Unterschiedlichste Endgeräte, mit denen Mitarbeiter von unterwegs oder aus dem Home Office aufs Unternehmensnetz zugreifen, Cloud- und Hybrid Cloud-Lösungen, die steigende Bedrohung durch Cyber-Kriminalität … oftmals fehlt es an aktuellem Fachwissen und Ressourcen. Zuvor erwähnte Kontroll- und Update-Automatismen sowie die Tatsache, dass über den Anbieter stets ein ‚Know-how-Pool‘ mehrerer Spezialisten zur Verfügung steht, machen Managed Service-Konzepte zum idealen ‚Sorgenfresser‘ für KMU.

Outsourcing? Nein danke!

Das noch zum Schluss: Managed Services unterscheiden sich auch von gängigen Outsourcing-Bestrebungen. Letztere beschreiben nämlich die umfassende Auslagerung von IT-Aufgaben mit der Konsequenz, dass mitunter ganze IT-Abteilungen an den Dienstleister übertragen werden. Im Unterschied dazu betrachten Managed Services immer nur Teilbereiche der IT-Infrastruktur – IT-Mitarbeiter des Kunden werden sinnvoll entlastet und können sich ihrer Kerntätigkeit widmen.

Sie möchten mehr über Schneider + Wulf Managed Services erfahren? Grundlegende Informationen finden Sie hier einen Termin. Wir sind als Managed Service Provider mehrfach ausgezeichnet und freuen uns auf Sie!

Autor: Manuel Büschgens

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