Schlagwortarchiv für: Digitalisierung

Lesedauer ‚Microsoft Power Platform: Treiber einer schnellen Digitalisierung‘: 6 Minuten

Das Thema ‚Digitalisierung‘ umtreibt die Geschäftswelt seit Jahren. Obwohl einerseits der Bedarf an neuen, leistungsstärkeren und datenbasierten Geschäftsanwendungen wächst, um Geschäftsprozesse zu optimieren sowie Mehrwerte zu schaffen, fehlen auf der anderen Seite immer mehr IT-Fachkräfte und Fachwissen, um diese zu entwickeln. Aus diesem Grund gewinnen Low-Code-Plattformen wie Microsoft Power Platform zunehmend an Popularität. Aber was genau ist Microsoft Power Platform, wie ist die sie strukturiert und welche Vorzüge bieten die integrierten Schlüsselanwendungen? Alles Wissenswerte erfahren Sie in Folge in diesem Blogbeitrag.

In der zunehmend technologiegesteuerten Geschäftswelt dreht sich alles um Wandlung, Neuerung, Geschwindigkeit und Daten. Deshalb ist es keinesfalls verwunderlich, dass die Herausforderungen und Erfordernisse an Unternehmen konstant steigen: Zum einen müssen sie durchweg schneller auf dynamische Markt- und Geschäftsentwicklungen eingehen. Zum anderen müssen sie in zunehmend knapperen Intervallen innovative Geschäftsanwendungen entwickeln sowie bereitstellen, welche effizientes Arbeiten und rasches Handeln ermöglichen.

Für längere Entwicklungszeiten und kostenintensive Individualentwicklungen ist da wenig Platz. Erschwerend kommt hinzu, dass vielerorts passendes Fachpersonal fehlt, um die vielen Geschäftsanwendungen zu erstellen und implementieren, die für die digitale Transformation gebraucht werden.

Laut dem Branchenverband Bitkom gibt es gegenwärtig 96.000 unbesetzte IT-Stellen. Software-EntwicklerInnen sind dabei mit Abstand am gefragtesten.

Deshalb setzen immer mehr Unternehmen Low-Code-Plattformen wie Microsofts Power Platform ein.

Was ist Microsoft Power Platform? Eine Definition

Microsoft Power Platform ist eine sog. Low-Code-Plattform (‚wenig Code‘), die anstelle von gewöhnlichen, textbasierten Programmiertechniken visuelle Methoden in Gestalt von Point-and-Click oder Drag-and-Drop gebraucht mit dem Ziel,

  • die schnelle sowie ressourcenschonende Entwicklung von datenbasierten Geschäftsanwendungen zu gewährleisten,
  • wiederkehrende Vorgänge zu automatisieren,
  • aggregierte Geschäftsdaten zu visualisieren,
  • Firmenprozesse zu digitalisieren und optimieren.

Die Lösung von Microsoft vereint hierzu eine Vielzahl performanter Services aus dem Microsoft-Produktangebot. Zu den Schlüsselkomponenten zählen:

  • Microsoft Power BI
  • Microsoft Power Apps
  • Microsoft Power Automate
  • Microsoft Power Virtual Agents

Leistungsfähige Anwendungen, vereint in einer Plattform

Diese vier Komponenten haben jeweils eigene Schwerpunkte und können daher isoliert für sich oder eng verknüpft gemeinsam eingesetzt werden. Zur reibungslosen Funktion – einzeln oder im Team – stellt wiederum Microsoft 365 (mit diversen Werkzeugen wie Dynamics 365, Azure, Dataverse, AI Builder etc.) den passenden Rahmen.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Schwerpunkte der eingesetzten Komponenten und Werkzeuge:

Microsoft Power BI – Dank Microsoft Power BI können sämtliche Geschäftsdaten, die in der Microsoft Power Platform gebündelt werden, in multimediale Dashboards und Berichte umgesetzt werden.

Microsoft Power Apps – Mit Microsoft Power Apps sind Ihre MitarbeiterInnen in der Lage, datenbasierte Geschäftsapps ebenso wie Geschäftsanwendungen schnell und unkompliziert zu entwickeln und einzuführen.

Microsoft Power Automate – Microsoft Power Automate begünstigt durch die Automatisierbarkeit wiederkehrender Arbeitsabläufe die Mitarbeitereffizienz.

Microsoft Power Virtual Agents – Mit Power Virtual Agents können MitarbeiterInnen eigenständig leistungsstarke Chatbots erarbeiten und optimieren.

Microsoft Dataverse – Microsoft Dataverse ist der gemeinsame Datendienst aller Anwendungen sowie Services, Microsoft 365, Dynamics 365 und Microsoft Azure. Darüber hinaus bietet er die zentrale Schnittstelle für die Anbindung aller anderen Daten. Mehrere große Software-Anbieter wie SAP und Adobe fördern Microsoft Dataverse standardmäßig und beteiligen sich an der ‚Open Data Initiative‘.

AI Builder – Der AI Builder ist ein Werkzeug, welches es MitarbeiterInnen möglich macht, Funktionen aus dem Bereich ‚Künstliche Intelligenz‘ in Geschäftsprozesse und Anwendungen einzubinden.

Konnektoren – Diese stellen die Auswahl von Schnittstellen zu diversen Systemen zur Verfügung. So können MitarbeiterInnen unterschiedlichste Datenquellen mit Microsoft Power Platform verknüpfen.

Erfolgreich gemeinsam arbeiten dank Microsoft Power Platform

Microsoft Power Platform wendet sich an alle MitarbeiterInnen, die (versteckte) Potenziale in der Optimierung von Arbeitsprozessen erkennen. Mit dem Low-Code-Ansatz können diese – größtenteils in Eigenregie – binnen kürzester Zeit Daten auswerten, Arbeitsabläufe optimieren und automatisieren, datenbasierte Lösungen entwickeln und einführen sowie Berichte oder Chatbots erzeugen. Zudem liefert die Plattform selbst professionellen Entwicklern eine hervorragende Basis, um kompliziertere Geschäftsanwendungen zu entwickeln und einzuführen.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick

Die Vorzüge der Microsoft-Power-Platform-Nutzung liegen auf der Hand. Unter anderem

  • wird die IT-Abteilung unterstützt.
  • können die Kosten für die Produktion professioneller Applikationen oder die Automatisierung von Geschäftsprozessen stark reduziert werden.
  • müssen Anwendungsentwicklungen durchweg weniger ausgelagert oder durch Spezialisten ausgeführt werden.
  • erhalten MitarbeiterInnen verbesserten Zugang zu Geschäftsdaten und Informationen – dies hilft bei cleveren und schnelleren Entscheidungen.
  • ersetzen die neuen Workflows manuelle, zeitaufwendige Geschäftsprozesse und erhöhen somit die Effizienz.

Der Einsatz von Microsoft Power Platform lohnt sich

Low-Code-Plattformen wie Microsoft Power Platform erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Für Unternehmen stellen sie eine geeignete Möglichkeit dar, mit vertretbarem Zeit- und Kostenaufwand Geschäftsanwendungen intern zu erarbeiten. Darüber hinaus hilft sie MitarbeiterInnen, ihren Fokus auf Innovation, Wissen und Können zu setzen – Ergebnis ist eine erhöhte Leistungsfähigkeit und Effizienz des Einzelnen sowie des Unternehmens als Ganzes.

Möchten auch Sie Ihre MitarbeiterInnen mit dem Einsatz von Microsoft Power Platform befähigen, Geschäftsanwendungen zu entwickeln, Geschäftsprozesse zu verbessern sowie die Wertschöpfung im Betrieb voranzutreiben? Haben Sie weitere Fragen zu Microsoft Power Platform oder benötigen Sie in diesem Zusammenhang Unterstützung? Kontaktieren Sie uns kostenfrei unter 0800 4883 338, wir beraten Sie gerne.

Mehr zu Microsoft Azure erfahren Sie hier. Mehr zu Office 365 hier.

Foto © Mohan Nannapaneni @ Pexels

Lesedauer: ca. 8 Min

Die Digitalisierung ist ein globales Phänomen. Damit Unternehmen in Deutschland mit der Veränderung des digitalen Wandels mithalten können, hält der Staat einige Programme zur Förderung für Digitalisierungsprojekte bereit. Welche Förderprogramme für die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen entscheidend sein können, erfahren Sie in dem folgenden Blogartikel.

Egal ob Start-up, Mittelstand oder Konzern: Mit dem digitalen Wandel kommt branchenübergreifend jedes Unternehmen in Berührung.

Auf der einen Seite eröffnen digitale Technologien neue Möglichkeiten der Geschäftskommunikation, der dezentralen Kooperation und der Beziehung mit Geschäftspartnern, Klienten und Lieferanten. Auf der anderen Seite gibt die Digitalisierung nützliche Anregungen, derzeit genutzte Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle zu hinterfragen, innovativ zu organisieren und damit wichtige Vorteile zu gewinnen.

Ungeachtet eines starken Bewusstseins für die Wichtigkeit des digitalen Wandels fehlt vielen Entscheidern das nötige Know-How sowie die finanziellen Mittel, um die eigene Digitalisierung voranzubringen.

Entsprechend einer Umfrage des IT-Portales Bitkom zählt vor allem Letzteres zu den bedeutendsten Digitalisierungshürden.

Und exakt da setzen staatliche Förderprogramme an. Neben angemessenen Rahmenbedingungen geben sie die richtigen Anregungen sowie Anreize für ebenjenen digitalen Wandel in den Firmen. Zeitgleich betreuen sie die Betriebe darin, ihre Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit auf Dauer zu kräftigen und zu bewahren.

Langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern

Der mittelständische Unternehmensstamm gilt als Rückgrat der deutschen Ökonomie. Sogar mehr noch: Er ist Gewährleistung für Stabilität, Treiber für Innovation wie auch Weiterentwicklung.

Mit dem Ziel, dass Betriebe die wirtschaftlichen Potenziale des digitalen Wandels ausreizen können, stellt der Staat eine Vielzahl ansprechender Förderprogramme für die Digitalisierungspläne bereit. Das Angebot reicht von der Förderung außenstehender Beratungsdienstleistungen über die Förderung von Forschungs- wie auch Entwicklungsprojekten bis zur Förderung marktorientierter Technologien.

Die allermeisten Förderprogramme zur Digitalisierung adressieren mittelständische Firmen. Die Fördermittel stehen dabei generell in Form von finanziellen Förderungen oder Digitalisierungskrediten zur Verfügung. Im ersteren Fall empfangen die Unternehmen einen nicht zurückzuzahlenden Zuschuss in Höhe von 30-80 Prozent ihrer zuwendungsfähigen Ausgaben. Digitalisierungskredite werden im Gegensatz dazu zu einem ausgesprochen kostengünstigen Zins für bis hin zu zehn Jahre vergeben, wobei teils sogar Haftungsfreistellungen oder ebenso Tilgungszuschüsse zur Verfügung gestellt werden.

Bundesweite Fördertöpfe im Überblick

Generell wollen alle Förderprogramme zur Digitalisierung das identische Ergebnis – die digitale Autonomie des deutschen Mittelstandes zu erweitern und zu gewährleisten. Die zuwendungsfähigen Aufwendungen hängen dabei stark vom jeweiligen Förderprogramm und der Förderintention ab. Nachfolgend stellen wir Ihnen fünf nennenswerte Förderprojekte auf Bundesebene vor:

Digital Jetzt

Das Förderprogramm ‚Digital Jetzt‘ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, kurz BMWi, richtet sich an mittelständische Unternehmen mit bis zu 499 Angestellten mit einem Zuschuss von bis zu 50.000 Euro. Das Förderprojekt ist in zwei Module untergliedert:

  • Modul 1 fördert die Realisierung von digitalen Lösungen und Plattformen sowie die Digitalisierung von Prozessen.
  • Modul 2 fördert Qualifizierungsmaßnahmen von Arbeitnehmern zu digitaler Sachkenntnis.

go digital

Das Förderprogramm ‚go digital‘ des BMWi richtet sich an mittelständische Unternehmen mit bis zu 100 Angestellten sowie höchstens 20 Mio. € Umsatzvolumen mit einer Bezuschussung von max. 16.500 €. Mit dem Förderprogramm werden Beratungsleistungen für die digitale Umwandlung in den Bereichen IT-Schutz, Digitale Markterschließung sowie digitalisierte Unternehmensprozesse bezuschusst. Dabei

  • werden maximal 30 Beratertage mit einem Höchstsatz von 1.100 Euro mit 50 % gefördert und
  • darf die Beratungsleistung nur von einem anerkannten Consultant vorgenommen werden.
  • sind zwei Beratertage zum Thema „IT-Sicherheit” verpflichtend.

Wichtiger Hinweis: Im Zuge der Corona-Pandemie wurde das Modul ‚Digitalisierte Geschäftsprozesse‘ mit der Implementation von Homeoffice-Plätzen ausgeweitet. Das heißt, dass der Aufbau sowie das Einrichten der passenden Hardware und Software, die hierbei zum Gebrauch kommt und über die gängigen Ansprüche hinausgeht, finanziell unterstützt werden. Von der Förderung weiterhin nicht berücksichtigt sind demgegenüber bloße Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware.

Förderung unternehmerischen Know-hows

Im Kontext des Förderprogramms ‚Förderung unternehmerischen Know-hows‘ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, werden mittelständische Firmen mit bis zu 250 Angestellten bezuschusst. Konkret richtet sich die Hilfe an:

  • Startups / Jungunternehmen mit 4.000 Euro,
  • Bestandsunternehmen (älter als zwei Jahre) mit 3.000 € und
  • Betriebe in Schwierigkeiten mit 3.000 €

Bei Startups sowie Bestandsunternehmen werden grundsätzliche Konsultationen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Geschäftsführung gefördert. Das bedeutet, dass diese sich auch bei einer technischen Beratungsleistung, beispielsweise bei der Einführung neuer Software-Systeme, oder etwa einer organisatorischen Beratung, etwa bei der Implementation agiler Ansätze fördern lassen könnten.

go-inno

Mit dem Förderprogramm ‚go-inno‘ fördert das BMWi die Innovationsberatung von mittelständischen Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern und maximal 20 Mio. Euro Umsatz. Die Rahmenbedingungen des Programms sind gleichartig zu denjenigen von go digital – allerdings ist eine Verbindung beider Programme nicht möglich.

Wie auch bei go digital können Dienstleistungen lediglich von anerkannten Beratungsunternehmen erbracht werden. Gefördert werden Beratungsleistungen über drei Leistungsstufen:

  • Potenzialanalyse mit maximal 10 Tagewerken
  • Realisierungskonzept mit höchstens 25 Tagewerken
  • Projektmanagement mit höchstens 25 Tagewerken

Hierbei sind die Ausgaben für einen Beratertag bis zu 1.100 Euro je Tagessatz zu 50 % förderfähig.

ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit

Der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau richtet sich an mittelständische Unternehmen mit höchstens 500 Mio. € Umsatzvolumen. Förderbar sind Geldausgaben sowie Arbeitsmittel im Zusammenhang mit Digitalisierungsvorhaben. Das umfasst neben Strategien zur sinnvollen Orientierung des Betriebs über digitale Plattformen auch organisatorische Strategien, mit dem Ziel Unternehmen agiler zu machen.

Erweiterte Informationen sowie eine detaillierte Übersicht über weitere Förderprogramme finden Sie hier.

Stellen Sie noch heute die Weichen für Ihre digitale Zukunft!

Es ist allerhöchste Zeit, dass auch Sie die Digitalisierungsvorhaben verwirklichen und die Zukunft Ihres Betriebs sichern.

Dank der Vielzahl an Förderprogrammen zur Digitalisierung stehen die Chancen gut, dass Betriebe mit konkreten Digitalisierungsvorhaben auf wirtschaftliche Unterstützungsangebote in Form von monetären Förderungen oder zinsvergünstigte Digitalisierungskredite zählen können.

Haben Sie noch Anliegen zu den einzelnen Förderpaketen oder zu einem konkreten Digitalisierungsprojekt in Ihrem Betrieb? Sprechen Sie uns gerne an!

Foto © Uzunov Rostislav von Pexels