Lesedauer ‚Netzwerksegmentierung – ein Werkzeug der Netzwerksicherheit‘: 7 Minuten

Die Anzahl erfolgreicher Netzwerkangriffe wächst stetig und gilt für zunehmend mehr Betriebe. Ein ordentlich segmentiertes Unternehmensnetzwerk kann helfen, sensible Unternehmensbereiche extra abzusichern, die Reichweite von Netzwerkangriffen bedeutend einzuschränken sowie ihre möglichen Folgeschäden einzugrenzen. Aber wie gelingt genau genommen eine Netzwerksegmentierung? Für was wird sie genutzt und warum ist es empfehlenswert, sie zu implementieren? Die Antworten erhalten Sie in unserem folgenden Blogbeitrag.

Unternehmensnetzwerke werden mit wachsendem Ausmaß der Digitalisierung, steigendem Gebrauch moderner Cloud-Anwendungen sowie der Implementierung mobiler und internetfähiger Endgeräte immer komplexer. Die Auswirkung: Netzwerkadministratoren haben zunehmend damit zu ringen, die Sicherheit, Leistung, Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit von Unternehmensnetzwerken aufrechtzuerhalten. Nebenbei kommt hinzu, dass sich Bedrohungsakteure diesen Sachverhalt gezielt zu Nutze machen mit dem Ziel, Betriebe zu attackieren, IT-Systeme zu kompromittieren, nützliche Geschäftsdaten zu erbeuten sowie Lösegeld zu erwirtschaften.

Wird ein Unternehmensnetzwerk attackiert, kann dies maximale Auswirkungen auf die betroffene Firma haben. Der jüngste Data Breach Report von IBM und dem Ponemon Institut beziffert die allgemeinen Ausgaben eines Datenlecks mit rund 4,25 Mio. US-Dollar – im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung um 10 %. Hinzu kommt, dass der Radius und die Stärke von Netzwerkangriffen zunehmen. Genau das zeigen zum Beispiel die Internet Security Reports von WatchGuard Technologies. Daraus geht hervor, dass Netzwerkangriffe eine wachsende Gefahr für Betriebe darstellen.

Vor diesem Hintergrund gehört das Sicherstellen optimaler Netzwerksicherheit zu den Pflichtaufgaben eines jeden Betriebs. Ein probates Mittel dafür ist eine Netzwerksegmentierung.

Was versteht man unter Netzwerksegmentierung und warum ist sie wichtig?

Bei der Netzwerksegmentierung geht es um ein Netzwerksicherheitsverfahren, bei welchem ein physisches Unternehmensnetzwerk virtuell oder mit Hilfe von Hardware (Brücken, Switches, Router) in mehrere isolierte Segmente oder Subnetze unterteilt wird. In diesen individuellen Netzwerksegmenten kommen dabei unterschiedliche IT-Sicherheitsanforderungen, IT-Sicherheitsrichtlinien und IT-Sicherheitstools zum Tragen. So können Unternehmen verhindern, dass unbefugte Nutzer – neugierige Insider oder böswillige Internetkriminelle – Zugang zu kostbaren Unternehmensassets bekommen, etwa persönlichen Kundendaten, Finanzunterlagen des Betriebs und streng vertraulichem, geistigem Besitz.

Zudem kann die laterale Ausbreitung von Schadprogrammen nach einem erfolgreichen Netzwerkangriff von einem auf ein anderes Unternehmenssegment unterbunden werden. Das unterstützt Firmen bei der Vermeidung schwererer Schäden.

Verschiedene Arten der Netzwerksegmentierung

Die Netzwerksegmentierung ist grundsätzlich kein neuartiges Konzept der IT: Schon immer gab es bei der Konzeption von Netzwerkarchitekturen die Vorgabe, unterschiedliche Segmente materiell und/oder virtuell voneinander zu separieren. Hierbei kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz. Zu den erfolgreichsten Ansätzen der Netzwerksegmentierung zählen insbesondere die physische Netzwerksegmentierung durch Subnetze und die logische Aufsplittung durch VLANs. Ferner bestehen noch eine Reihe weiterer Formen der Netzwerksegmentierung, die wir Ihnen in der folgenden Übersicht zusammengestellt haben.

Physische Netzwerksegmentierung durch Subnetze – Bei der physischen Segmentierung geht es darum, ein größeres Unternehmensnetzwerk in diverse Subnetze aufzuteilen, die mit einem Netzwerkgerät (z.B. Router) miteinander gekoppelt werden und auf IP-Adressebene agieren.

Logische Segmentierung durch VLANs – Bei der logischen Netzwerksegmentierung wird das Unternehmensnetzwerk auf der Switch-Ebene durch VLANs in mehrere logische Netzwerke mit unterschiedlichen Subnetzen geteilt.

Netzwerksegmentierung mit Hardware Firewalls – Bei der Netzwerksegmentierung können außer Switches zudem physische Firewalls zum Einsatz kommen. Jene werden hierfür im Unternehmensnetzwerk installiert, um interne Netzwerksegmente zu bauen, die meist funktionsgemäßen Netzwerksegmenten entsprechen und dazu dienen, die Angriffsoberfläche zu limitieren. So soll erreicht werden, dass sich Bedrohungen und Internetangriffe auf ein Netzwerksegment beschränken.

Netzwerksegmentierung mit Software-Defined-Network – Die Virtualisierungstechnologie Software-Defined-Network, knapp SDN, wird oft genutzt, um mehr Automatisierung und Orchestrierung im Unternehmensnetzwerk zu gewähren. Die Flexibilität von Software-Defined-Network ermöglicht eine zusätzliche sowie granulare Segmentbildung, wobei das Unternehmensnetzwerk in abertausende von Mikrosegmenten geteilt werden können. Gerade Betriebe mit begrenzten Ressourcen erhalten so die Möglichkeit, umfangreiche Segmentierungen (selbst Mikrosegmentierungen, siehe folgend) erfolgreich umzusetzen.

Mikrosegmentierung – Bei einer Mikrosegmentierung wird ein Unternehmensnetzwerk sehr feingliedrig, bis auf Anwendungsschicht sowie Benutzerebene, heruntergebrochen. Ein Zugriff auf die jeweiligen Netzwerksegmente wird dabei nur einer deutlich festgesetzten und eingegrenzten Gruppierung von Benutzern gestattet. Die Basis für die Mikrosegmentierung bilden Identität-Management-Systeme. Sie ermöglichen es, Nutzer bequem zu autorisierten Gruppierungen zusammenzuschließen sowie jenen danach (über sämtliche am Unternehmensnetzwerk angeschlossenen Technologien hinweg) Zugang auf bestimmte Geschäftsanwendungen und Services zu gestatten.

Welche Unternehmen benötigen eine Netzwerksegmentierung?

In den letzten Jahren hat die Netzwerksegmentierung enorm an Bedeutung gewonnen – besonders vor dem Grund zunehmender IT-Sicherheitsbedrohungen.

Grundsätzlich gilt: Jedes einzelne Unternehmen, das erhöhte Anforderungen an die IT-Sicherheit und Compliance hat, sollte sein Unternehmensnetzwerk segmentieren. Nichtsdestotrotz gibt es gewisse Unternehmen und Branchen, in welchen die Netzwerksegmentierung besonders essenziell ist. Hierzu gehören:

Anbieter im Gesundheitswesen – Unternehmen im Gesundheitswesen müssen auf den Schutz sensibler Patientendaten achten. Deshalb sollten sie hochsichere Segmente des Unternehmensnetzwerks durch eine geeignete Netzwerksegmentierung zusätzlich schützen.

Einzelhändler – Die PCI-Netzwerksegmentierung ist für Händler wichtig und umfasst eine strenge Kontrolle des Zugriffs auf Elemente des Netzwerks, in denen Karteninhaberdaten verwendet werden.

Darüber hinaus können Unternehmen die Netzwerksegmentierung nutzen, um Besuchern und Vertragspartnern einen Wi-Fi-Service zu offerieren. Wer sich mit Gastzugangsdaten einloggt, kommt in ein Mikrosegment, welches nur einen Zutritt auf das Internet erlaubt.

Schieben Sie Internetkriminellen einen mehrere Riegel vor!

In Zeiten von Cloud-Computing, Bring your own Device (BYOD) und dem Internet der Dinge (IoT) ist es zunehmend schwieriger, das Unternehmensnetzwerk zuverlässig vor Internetangriffen und -bedrohungen abzusichern. Die Netzwerksegmentierung ist eine leistungsstarke IT-Sicherheitsmaßnahme, welche Betrieben hilft, die IT-Infrastruktur von innen heraus sicherer zu machen.

Die Vorzüge der Netzwerksegmentierung liegen klar auf der Hand. Sie hilft dabei,

  • das Unternehmensnetzwerk vor Netzwerkangriffen zu schützen.
  • Schäden im Falle eines IT-Sicherheitsvorfalls durch weniger große Angriffsflächen zu kontrollieren und zu begrenzen.
  • große sowie komplexe Unternehmensnetzwerke administrierbar zu machen.
  • den Sicherheitsstatus eines Unternehmensnetzwerkes zu erhöhen.
  • die Observation des Netzwerkdatenverkehrs zu optimieren.
  • die Netzwerk-Leistung zu steigern.
  • technische Komplikationen zu orten.

Fazit: Keine Kompromisse bei der Netzwerksicherheit

Die Komplexität von Unternehmensnetzwerken steigt stetig. Zeitgleich werden IT-Sicherheitsanforderungen mit jedem neuen Anwender und jedem neuen Endgerät größer. Die Netzwerksegmentierung ist eine optimierte IT-Sicherheitsmaßnahme gegen Netzwerkangriffe, Ransomware-Infektionen sowie andere externe und interne Bedrohungen. Aber Vorsicht: Eine Netzwerksegmentierung ist kein Allheilmittel und sollte immer mit regelmäßigen Systemupdates, starken Zugangsdaten und Sicherheitslösungen zur Erkennung von Viren, Spam-E-Mails sowie Internetangriffen kombiniert werden.

Wollen auch Sie Ihr Unternehmen mit einer durchdachten Netzwerksegmentierung schützen? Oder sind Sie auf der Suche nach einer führenden Lösung in Sachen Netzwerksegmentierung? Kontaktieren Sie uns gerne unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4883 338, wir beraten Sie gerne!

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Lesedauer ‚Der Klassiker, wenn es um Text geht – Microsoft Word im Detail‘: 5 Minuten

Wenn es um die Bearbeitung von Texten auf dem PC geht, kommt man um Microsoft Word nicht herum. Mit einem Marktanteil von 85 Prozent ist Word das meistgenutzte Textverarbeitungswerkzeug in deutschen Unternehmen. Die Computersoftware war, als sie zu Beginn der 90er Jahre auf den Markt kam, bahnbrechend und wurde seitdem kontinuierlich fortentwickelt und an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst. Ungeachtet diverser Alternativlösungen kann bis dato kein Mitbewerber-Produkt Word den Rang ablaufen. Aber was ist der Schlüssel zum Erfolg von Microsoft Word?

Word aus dem Hause Microsoft ist ein Textverarbeitungsprogramm mit Elementen des Microsoft-Office-Pakets. Word ist sowohl für Windows als auch für macOS verfügbar. Darüber hinaus gibt es auch mobile Apps für Android, iOS und Windows Phone. Fast immer wenn es um digitale Textverarbeitung geht, ist Word eine geeignete Wahl. Die Einsatzgebiete sind groß und langen vom privaten bis in den geschäftlichen Sektor: Von der Erstellung von Zeitschriften über Prospekte, Einladungen bis hin zu Imagebroschüren.

Um all diesen Publikationen ein individuelles Aussehen verleihen zu können, verfügt Word über eine Vielzahl an Formatierungs- und Designoptionen. Zudem besteht die Möglichkeit einer logischen Strukturierung über Inhaltsverzeichnisse.

So entstand das Textverarbeitungsprogramm Word

Der Ausdruck WYSIWYG hat durch Word globale Berühmtheit erlangt. WYSIWYG ist die Abkürzung für ‚What You See Is What You Get‘. Im Klartext: Das, was man während der Bearbeitung eines Dokuments in Word sieht ist exakt das, was man am Ende als Resultat erhält, wenn man es ausdruckt oder als PDF abspeichert. Heutzutage mag so etwas selbstverständlich sein – als Word entwickelt wurde, war es das nicht. Diese Form der ‚Echtzeitdarstellung‘ war zum Markstart von Microsoft Word 1989 vollkommen bahnbrechend (und brachte etliche Computer an ihre Leistungsgrenze). Unterschiedliche Formatierungen testen? Ging damals nur durch Drucken und Nebeneinanderlegen der verschiedenen Druckergebnisse.

Das Ergebnis schon im Verlauf des Bearbeitungsprozesses erblicken zu können, war zu Beginn der 90er absolut neuartig und hob die Software in Sachen ‚Usability‘ – also in den Bereichen Nutzerfreundlichkeit und Handhabbarkeit – auf ein völlig neues Niveau.

Übrigens: Angesichts der einzigartigen Erfolgsgeschichte von Word hat Microsoft den Quellcode zu Microsoft Word for Windows 1.1a 2014 dem Computer History Museum gestiftet. Er steht dort für wissenschaftliche Zwecke zum Download bereit.

Wie arbeitet man mit Microsoft Word?

Mit Word lassen sich Texte formatieren und mit individuellen Designs versehen. Zudem verfügt die Anwendung über eine umfassende Rechtschreib- und Grammatikprüfung mit der Möglichkeit, diese in ihrer Funktion vollständig oder teilweise zu automatisieren. Word beachtet hier nicht bloß die Orthografie, sondern genauso Satzstruktur, Groß- sowie Kleinschreibung sowie Zeichensetzung.

Eine große Arbeitserleichterung bei der Arbeit an Texten, insbesondere in der Gruppe: Die ‚„Änderungen nachverfolgen‘-Funktion. Einmal über ‚Überprüfen‘ > ‚Änderungen nachverfolgen‘ aktiviert, protokolliert Word sämtliche Anpassungen, welche an einem Text vorgenommen werden. Gepaart mit einer Kommentar-Funktion (‚Überprüfen‘ > ‚Neuer Kommentar‘) ist Word das perfekte Handwerkszeug zur kooperativen Dokumentenarbeit.

Die sog. ‚Modernen Kommentare‚ machen dieses Feature sogar noch leistungsfähiger: Kommentare werden nach Versender untergliedert und lassen sich in Threads zusammenschließen. Arbeitet man an einem in der Cloud gespeicherten Dokument, können Personen per @mention direkt in einem Kommentar genannt werden und man kann Teammitgliedern aus dem Word-Dokument heraus Arbeiten zuordnen.

Holen Sie mehr raus aus Microsoft Word

Nachfolgend ein paar Tipps, welche Ihnen in Ihrer täglichen Arbeit mit Word eine Menge Zeit sparen können:

1. Vorlagen nutzen: Microsoft stellt unzählige Layouts für Word kostenlos zur Verfügung (https://templates.office.com/?omkt=de-DE): Aus über 40 Kategorien kann man unter dutzenden von Designvorlagen für Kalender, Poster, Flyer, Unternehmenpläne, Broschüren, Einladungen und etlichen weiteren wählen.

2. Zeit sparen durch Tastenkürzel: STRG + C, STRG + V und STRG + S kennt mit Sicherheit jeder. Aber wussten Sie, dass Sie mit Markern eines gewählten Absatzes und STRG + L den Text linkszentriert setzen, während der Inhalt durch STRG + R rechtsbündig erscheint? Einen Textabstand von 1,5 schaffen funktioniert ebenfalls ganz flink und mühelos über STRG + 5. Shortcuts sparen – sinnvoll eingesetzt – sehr viel Zeit. Eine Übersicht sämtlicher zur Bereitschaft stehenden Tastenkombinationen in Word finden Sie hier.

3. Formatvorlagen individualisieren: Insbesondere im Unternehmensumfeld, wo ein gewisses Corporate Design berücksichtigt werden sollte, bieten sich Formatvorlagen an, um Dokumenten einen homogenen Anstrich zu verleihen. Einmalig in der Formatvorlage bestimmt, ist beispielsweise die Hauptüberschrift ganz automatisch in der Schriftart Verdana mit 24 Pt linksbündig und der Fließtext mit 12 Pt im Blocksatz angelegt. Richtig eingesetzt gewährleisten Formatvorlagen ein einheitliches Äußeres und sauber strukturierte Dokumente.

4. Blindtext einfügen: Wer viel mit Word arbeitet weiß, wie sinnvoll sog. Blindtext (Text ohne Sinngehalt mit dem Zweck, Textmenge grafisch zu simulieren) bei der Erstellung eines Layouts ist. ‚=rand(2,3)‘ am Beginn einer neuen Textzeile eingetippt und ‚Enter‘ gedrückt, erzeugt Blindtext in Word schnell und problemlos. Die erste Zahl steht dabei für die Anzahl der Absätze, der zweite Wert gibt die Anzahl der Sätze pro Absatz an.

5. Cursor-Position merken: Eine Funktion, welche besonders im Job an mehrseitigen Dokumenten enorm hilfreich ist, ist die Merkfunktion für die Position des Cursor. Word speichert die letzten vier Cursor-Standorte automatisch mit. Aufrufen kann man diese durch Drücken von Shift + F5.

6. Speichern, speichern und nochmal speichern: Wer häufig mit Word arbeitet, hat das vielleicht schon einmal erlebt: Zig Seiten Text sind fertig geschrieben, doch ausgerechnet an diesem Punkt hängt sich der Rechner auf oder der Akku vom Laptop ist leer. Dokument abgespeichert? Fehlanzeige. Deshalb generell der Tipp: In regelmäßigen Abständen speichern (trotz der Funktion ‚Automatisches Speichern‘)! Und da viele über einen Zeitraum gestreut etliche Word-Dokumente öffnen, zum Schluss noch ein Hinweis, wie man alle geöffneten Word-Dokumente zum Feierabend hin auf einmal speichert. Bis zur Version 2003: Shift-Taste gedrückt halten und Klick auf ‚Datei‘. Dann finden Sie in der Liste die Befehle ‚Alle speichern‘ und ‚Alles schließen‘. Ab Version 2007 muss dieses Feature einmalig eingerichtet werden, ist dann aber per Icons in der Schnellzugriffsleiste verfügbar:

  • Klicken Sie auf den Pfeil der Drop-Down-Liste rechts neben der Schnellzugriffsleiste
  • Wählen Sie den Eintrag ‚Weitere Befehle‘
  • Im Fenster wählen Sie in der Drop-Down-Liste ‚Befehle auswählen‘ den Eintrag ‚Alle Befehle‘
  • Scrollen Sie nach unten wählen Sie den Befehl ‚Alle speichern‘ bzw. ‚Alles schließen‘
  • Fügen Sie die Befehle mit der Schaltfläche ‚Hinzufügen‘ der Schnellzugriffsleiste hinzu
  • Bestätigen Sie die Änderungen im Fenster mit ‚OK‘

Zum Abschluss sei angemerkt, dass Microsoft Word natürlich nicht das einzige Textverarbeitungsprogramm ist, das es gibt: Alternativen sind beispielsweise Pages von Apple sowie Textmaker von der Softmaker-Office-Suite (die einzige in Deutschland entwickelte Software dieser Kategorie). Weitere Word-Alternativen sind das kostenfreie Computerprogramm OpenOffice Writer von Apache sowie der quelloffene LibreOffice Writer und LaTeX. Im Gegensatz zu Word verfügt Letzteres jedoch nicht über ein WYSIWYG-Prinzip verfügt und ist deshalb deutlich komplizierter in der Anwendung.

Möchten Sie mit Microsoft Word produktiver werden? Kommen Sie gerne unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4883 338 auf uns zu, wir beraten Sie gerne (und verraten Ihnen noch weitere nützliche Handhabungstipps)!

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Lesedauer ‚HCI – Wissenswertes zum Thema Hyperkonvergente Infrastrukturen‘: 5 Minuten

Das Rechenzentrum bildet das Herzstück vieler Unternehmen. Allerdings wird Ihr Betrieb mit zunehmender Digitalisierung von unternehmensinternen Vorgängen sowie dem Gebrauch einer Vielzahl unterschiedlichster Infrastrukturkomponenten diverser Hersteller ständig komplexer. Für viele stellt sich daher die Frage, wie man schnell und einfach für erweiterte Leistungsfähigkeit sorgen kann, ohne dabei IT-Kosten oder die besagte Komplexität weiter nach oben zu treiben. An dieser Stelle kommen hyperkonvergente Infrastrukturen ins Spiel. Um was es bei hyperkonvergenten Infrastrukturen geht, wo die Unterschiede zwischen hyperkonvergenten und konvergenten Infrastrukturlösungen liegen und welche Vorteile hyperkonvergente Infrastrukturen bieten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Im Zeitalter von Industrie 4.0, Big Data, dem Internet der Dinge & Co. hängt der ökonomische Erfolg von Unternehmen in erster Linie von der Kompetenz ab, neue Anwendungen, Dienstleistungen und Waren in ständig knapperen Zeiträumen verlässlich sowie flexibel bereitzustellen. Allerdings setzt das eine IT-Systemlandschaft voraus, welche den ansteigenden Anforderungen unseres digitalen Zeitalters standhält und sich durch hohe Skalierbarkeit, Flexibilität sowie Ausfallsicherheit auszeichnet.

Da die konventionelle sowie mehrstufige Rechenzentrumsarchitektur mit ihrer vielschichtigen, heterogenen und steifen Systemlandschaft den modernen Ansprüchen immer weniger gerecht wird, gewinnen hyperkonvergente Infrastrukturen, kurz HCI (Hyper-Converged Infrastructure), immer mehr an Bedeutung – wie die Erkenntnisse einer aktuellen Analyse von techconsult zeigen.

Dieser Analyse zufolge denken bereits bereits zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland über denUmstieg auf hyperkonvergente Infrastrukturlösungen nach – oder befinden sich bereits in der Planung.

Das ist auch nicht überraschend, denn einem Whitepaper der International Data Corporation, kurz IDC, entsprechend verzeichnen Unternehmen, welche auf eine solche hyperkonvergente Infrastrukturlösung wechseln, etliche Verbesserungen: Bis zu 50 % niedrigere Unterhaltskosten über fünf Jahre, 91 % geringere spontane Ausfallzeit, 50 % schnellere Entwicklungslebenszyklen für neue Features, 71 % bessere IT-Infrastruktur-Teams sowie 93 % weniger Personalzeit für die Bereitstellung neuer Server.

Was sind hyperkonvergente Infrastrukturen?

Bei hyperkonvergenten Infrastrukturen dreht es sich um den Architekturansatz, bei dem verschiedene Infrastrukturkomponenten des Rechenzentrums wie Server, Datenspeicher, Netzwerk, Virtualisierungsplattform und Managementsoftware in einem dezidierten System gebündelt werden. Dabei setzen hyperkonvergente Infrastrukturen entschlossen auf die Virtualisierung und eine software-zentrierte Gestaltung. Dies bedeutet, dass sämtliche Infrastrukturkomponenten sowie eingebettete Technologien von der Hardware entkoppelt und als flexible Komponenten auf die Schicht des ‚Hypervisors‘ übertragen werden. Die Hypervisor-Software bildet die gesamte IT-Infrastruktur in einer virtuellen Umgebung ab und verteilt die Rechen- sowie Speicherressourcen gleichmäßig auf die unterschiedlichen Infrastrukturkomponenten.

Hyperkonvergente Systeme funktionieren somit grundsätzlich wie Cloud-Dienste: Auf der abstrahierten Ebene werden Services bereitgestellt, welche auf virtuellen Servern funktionieren, wobei die Hardware-Lösung im Hintergrund für den Nutzer weder sichtbar noch von Bedeutung ist.

Inwiefern unterscheidet sich eine hyperkonvergente von einer konvergenten Infrastruktur?

Obgleich konvergente wie auch hyperkonvergente Infrastrukturlösungen die Komplexität heterogener Rechenzentren lösen, gibt es ebenso erhebliche Unterschiede hinsichtlich des Umgangs mit Ressourcen. Bei einer konvergenten Infrastruktur werden die jeweiligen Infrastrukturkomponenten aufeinander abgestimmt und in der sogenannten Appliance orchestriert. Dabei bleiben selbige grundsätzlich autonom, sodass diese abgekoppelt benutzt oder skaliert werden können – doch ebenso administriert sowie gewartet werden müssen. In einer hyperkonvergenten Infrastrukturlösung dagegen steht, wie bereits erörtert, die Software im Mittelpunkt und gestattet die Verwaltung, Steuerung sowie Beaufsichtigung sämtlicher Komponenten und zugehörigen Technologien von einem inneren System aus.

Über eine engere Einbeziehung der jeweiligen Softwarekomponenten schreiten hyperkonvergente Systeme über die reine Rechenkapazität, den Speicher, das Netzwerk sowie die Virtualisierung hinaus. Auf diese Weise beinhalten hyperkonvergente Systeme meist auch Technologien etwa Daten-Deduplizierung, Datenkomprimierung für einen Transport über das Computernetz oder aber WAN-Optimierung. Außerdem enthalten hyperkonvergente Infrastrukturlösungen Gateways für die Cloud-Anbindung oder lassen sich in ein Desaster-Recovery-Konzept einbinden, das mehrere Rechenzentren enthält. Die Verwaltung sowie Bedienung der ganzen IT erfolgt bei HCI über eine relevante Software-Plattform, häufig in Form eines Web-Frontends.

Mehr Performance und Flexibilität mit hyperkonvergenten Infrastrukturen

Hyperkonvergente Infrastrukturen haben sich in den vergangenen Jahren zu einer wahrhaft innovativen Option zur herkömmlichen Rechenzentrumsinfrastruktur entwickelt. Die Vorzüge von hyperkonvergenten Systemen sprechen für sich – hyperkonvergente Infrastrukturen sind beispielsweise

  • skalierbar, flexibel und variabel, weil innovative IT-Services und Server bei Bedarf rasch zur Verfügung gestellt sowie eingebunden werden können.
  • effizient und entlastend, weil sie die Komplexität mindern und einen deutlich kleineren administrativen Aufwand herbeiführen. Außerdem lassen sich Standard-Anwendungen automatisieren.
  • leistungsstark, weil sämtliche Systemkomponenten enger untereinander verzahnt sind, zudem werden erforderliche Ressourcen optimal verteilt.
  • kosteneffizient, weil Betriebe nur für Ressourcen zahlen, die sie de facto benötigen.
  • hochverfügbar und sicher, da zum einen Backup-Vorgänge und Wiederherstellungsfunktionen bereits vorinstalliert sowie automatisiert und zum anderen sämtliche Komponenten digital verfügbar sind. Sodass können Anwendungen und Services ohne Datenverlust oder Systemausfälle gewechselt werden.

Der Umstieg auf HCI lohnt sich

Für agile Unternehmen sind Flexibilität sowie Skalierbarkeit relevante Aspekte für die Wettbewerbsfähigkeit – und somit letztlich für den Geschäftserfolg. Hyperkonvergente Infrastrukturen formen hierzu als schlanke ‚All-in-One-Lösung‘ eine solide Grundlage. Dank der guten Skalierbarkeit gepaart mit der vereinfachten Verfügbarmachung von IT-Ressourcen und einem einfachen Monitoring und Organisieren sind hyperkonvergente Infrastrukturen für sämtliche Betriebe, welche das Rechenzentrum zukunftssicher sowie flexibel positionieren möchten, sinnvoll.

Wollen auch Sie Ihre Rechenzentren mit der hyperkonvergenten Infrastrukturlösung bündeln und so langfristig IT-Kosten senken? Haben Sie weiterführende Fragen zum Thema? Kontaktieren Sie uns unter 0800 4883 338 (kostenfrei innerdeutsch)!

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Lesedauer ‚5G – State of the Art im Mobilfunk‘: 4 Minuten

Portable Endgeräte ohne mobilen Breitbandzugang? Heutzutage unvorstellbar! Um mobiles Datenvolumen auf Handys, Tablets, Laptops & Co. einsetzen zu können, kommen mittlerweile unterschiedliche Mobilfunktechniken und Mobilfunkstandards zum Einsatz: GPRS, EDGE, UMTS, LTE und 5G. Was die einzelnen Mobilfunknetz-Akronyme bedeuten, wo genau die Unterschiede liegen und welcher Mobilfunkstandard der beste zu sein scheint, lesen Sie im nachfolgenden Beitrag.

Die Internetnutzung von unterwegs ist aus dem Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken. Egal ob Kundenanfragen bearbeiten, Dokumente revidieren oder Termine planen: Dank der zunehmenden Verbreitung zeit- und ortsunabhängigen Arbeitens, dem verstärkten Gebrauch dynamischer Endgeräte und der Palette innovativer Office- sowie Produktivitäts-Apps, ist es heutzutage in etlichen Unternehmen gängig, mit mobilem Internet zu agieren.

Die Folge: Der ‚mobile Traffic‘ ist in den letzten zehn Jahren um beinahe das 300-fache gewachsen.

Aktuellen Medienberichten zufolge (u.a. das Handelsblatt sowie das SPIEGEL Netzwerk wurden 2021 allein in Deutschland 1,4 Milliarden Gigabyte Daten über das Vodafone-Netz, rund 1,8 Milliarden Gigabyte über die Telekom-Netze und mehr als zwei Milliarden Gigabyte über Telefónicas O2-Netz befördert.

Doch: Mobiles Internet ist nicht gleich mobiles Internet. Abhängig von Dienstleister, Gegend und Tarif werden die portablen Daten über verschiedene Mobilfunknetze übermittelt, die wiederum auf individuellen Mobilfunktechniken sowie Mobilfunkstandards beruhen – und sich dementsprechend durch unterschiedliche Geschwindigkeiten differenzieren.

5G in Kürze

5G ist der aktuell jüngste Standard für Mobilfunknetze und wird auch als 5. Generation der Mobilfunktechnik bezeichnet. Wie dessen Vorgänger Global System for Mobile Communications (GSM), General Packet Radio Service (GPRS), Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE), Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) und Long Term Evolution bzw. Long Term Evolution Advanced (LTE/LTE+) auch, wurde 5G durch die Standardisierungsorganisation 3rd Generation Partnership (3GPP) fortentwickelt und standardisiert.

Das Ziel von 5G ist es, neue Maßstäbe bezüglich Datengeschwindigkeit, Latenzperiode, Endgerätedichte, Verfügbarkeit, Energieeffizienz, Beständigkeit und Datensicherheit zu setzen. Damit geht der neue Mobilfunkstandard erheblich über digitale Telefonie und schnelles mobiles Internet hinaus. Zum einen gilt er als Antwort auf den weltweit steigenden Traffic, welcher etwa durch das Internet der Dinge, Streamingdienste und ‚Big Data‘ erzeugt wird. Zum anderen stellt er die Weichen in Richtung mobile Gigabyte-Welt.

5G kann mehr als 4G, LTE und Co.

5G bietet im Vergleich zu den Vorgängerstandards LTE (4G) und UMTS (3G) hohe Datenraten von zehn Gbit pro Sekunde sowie Latenzzeiten von unter einer Millisekunde. Dadurch wird erstmalig Echtzeitkommunikation zwischen Personen, Endgeräten, Maschinen und Dingen machbar. Mit dem Ziel, Reichweite zu erhöhen, nutzt 5G ein breites Spektrum an neuen technischen Methoden, wie zum Beispiel:

Orthogonal Frequency Division Multiplexing (OFDM) – Bei OFDM handelt es sich um eine Modulationstechnik, die sehr flexibel funktioniert und die Kombination verschiedener variabler Trägerfrequenzen mit unterschiedlichen Bandbreiten und Intervallen ermöglicht.

Massive Multiple Input Multiple Output, (MIMO) – MIMO erlaubt durch die geschickte Ausnutzung vieler Sende- sowie Empfangsantennen den Datenaustausch über parallele Verbindungen und sorgt darüber hinaus für einen erhöhten Datendurchsatz.

Beamforming – Mit Beamforming wird die Übertragungsleistung in bestimmte Raumrichtungen gebündelt und verbessert. Folglich lassen sich Signale ganz gezielt in Richtung eines mobilen Endgeräts strahlen.

Small Cells – Small Cells komprimieren vorhandene Antennenstandorte bei äußerst hoher Nachfrage, um ihre Netzwerkkapazität zu erhöhen sowie Netzüberlastungen bei Großveranstaltungen oder in Bahnhöfen, Airports sowie Innenstädten solide zu umgehen.
Network Slicing – Beim Network Slicing wird das Mobilfunknetz bedarfsabhängig in anwendungsspezifische Arten eingeteilt, mit dem Ziel, verschiedene virtuelle Teilnetze parallel zu betreiben. Die Unterteilung gestattet es, unterschiedlichsten Nutzungen genau die passenden Ressourcen bereitzustellen.

Die Vorteile von 5G gegenüber LTE liegen klar auf der Hand.

Für Firmen:

  • Datenraten von bis zu 10 Gbit pro Sekunde
  • Latenzzeiten unter 5 Millisekunden
  • Beständigkeit bis zu 99,999 %
  • Verbesserte M2M (‚Maschine-zu-Maschine#Kommunikation‘) in Echtzeit, z.B. zur Vertigungsautomatisierung
  • Optimierte Verknüpfung und Steuerung von Produktion, Lager und Logistik
  • Garantierte Netzverfügbarkeit über sog. private Campusnetze (z.B. besondere 5G-Subnetze für örtliche Firmengelände)

Für Verbraucher:

  • Schnelleres mobiles Hochgeschwindigkeitsnetz für Kommunikation und multimediale Anwendungen wie zum Beispiel mobiles Gaming, Streaming, 4K-Video
  • Optimierte Netzabdeckung und Netzstabilität
  • Innovative Nutzungsszenarien im Alltag (z.B. Augmented Reality in Echtzeit)
  • Geringere Strahlungsdisposition durch die Verteilung auf viele kleinere Funkzellen
  • Künftig noch bessere Mobilfunktelefonie durch Vo5G (Voice over 5G)

Mobilfunk – eine Ahnengalerie

Rückblickend wird etwa alle zehn Jahre eine neue, maßgebliche Mobilfunkgeneration entwickelt und eingeführt. Anfang der 1990er Jahre wurde mit dem GSM-Standard das allererste digitale Mobilfunknetz ins Leben gerufen. Außer der Telefonie war mit diesem Mobilfunkstandard nun auch mobile Datenübertragung realisierbar. Allerdings dauerte das sehr lange, weshalb GSM zunächst mit dem Mobilfunkstandard GPRS und später mit Edge ergänzt wurde. 2000 wurde mit UMTS die dritte Mobilfunkgeneration etabliert. Mit UMTS war es zum ersten Mal möglich, ‚mobil online‘ zu sein. Mit der Einführung der 4. Mobilfunkgeneration (LTE Advanced) wurden die Innovationen des 3G-Netzes nochmals optimiert und es war möglich, noch größere Informationensmengen zu übertragen.

Der Mobilfunkstandard für die Digitalisierung

Die 5. Mobilfunkgeneration wird allgemein nicht nur als Evolution der bisherigen Mobilfunkstandards betrachtet, sondern stellt vielmehr eine Revolution des Mobilfunksektors dar: Aufgrund riesiger Datenraten, kurzer Latenzzeiten sowie größerem Frequenzspektrum zählt er als elementarer Baustein für die künftige Digitalisierung. Aber nur, weil 5G gerade der aktuelle Mobilfunkstandard ist heißt das keinesfalls, dass nicht schon jetzt an künftigen Technologien gearbeitet wird.

Haben Sie Fragen zum Thema? Kontaktieren Sie uns unter 0800 4883 338!

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