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Digitalverband-Untersuchung: Rekordschäden in Milliardenhöhe verursacht durch Cyberangriffe!

Internetangriffe sorgen nach wie vor für Rekordeinbußen in Milliardenhöhe. Zur gleichen Zeit geben die deutschen Unternehmen zu wenig für eine zeitgemäße IT-Security aus. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit für Unternehmen, Geschädigter eines gezielten Internetangriffs zu werden, dramatisch gestiegen. Genau das zeigen die unten aufgeführten Resultate einer kürzlich erschienenen Untersuchung des Branchenverbandes Bitkom.

Stetig mehr Betriebe geraten ins Visier von Internetangreifern.

Gemäß der aktuellen Bitkom-Studie „Wirtschaftsschutz 2021“ gibt es in der BRD dieser Tage kaum noch Unternehmungen, welche von Cyberangriffen sowie aktuellen Betrugsmaschen verschont bleiben. Bereits in den letzten zwei Jahren waren schätzungsweise 9 von zehn Geschäftsbetrieben von Datendiebstahl, Spionage und Cybermanipulation betroffen.

Die zunehmende Internetkriminalität kommt Unternehmungen unterdessen teuer zu stehen: Nebst Reputationsschäden sowie der zeitlich begrenzten Verminderung der Wettbewerbsfähigkeit bewirkt sie heute einen monetären Verlust von etwa 223 Milliarden € für jedes Jahr. Diese Summe hat sich dementsprechend im Vergleich zum Untersuchungszeitraum 2018 und 2019 mehr als verzweifacht.

Kryptotrojaner auf dem Vormarsch

Als Hauptursache für diese Entwicklung gelten primär Erpressungen, Systemausfälle ebenso wie Betriebsstörungen auf Basis durchgeführter Kryptotrojaner-Attacken.

Relativ zu den Kalenderjahren 2018 und 2019 haben sich die Ransomware-basierenden Verluste mehr als vervierfacht (+358 Prozent).

Nebst Ransomware-Bedrohungen wurden im Laufe der Digitalverband-Auswertung alternative Bedrohungsarten identifiziert, deren Prävention Unternehmungen vor enorm große Herausforderungen stellt. Dazu gehören exemplarisch:

• Distributed-Denial-of-Service-Attacken: Von einem Distributed-Denial-of-Service-Angriff, kurz DDoS, waren entsprechend der Branchenverband-Erhebung, 27 v. H. der befragten Firmen betroffen. Dabei waren die Distributed-Denial-of-Service-Attacken darauf abgezielt, spezielle IT-Strukturen wie beispielsweise konkrete Webserver zielgerichtet zu überlasten und damit letztlich außer Betrieb zu setzen.
• Spoofing und Phishing: Von Spoofing, dem Vortäuschen einer fremden Identität, wie auch Phishing, dem Abfangen personenbezogener Daten, waren der Branchenverband-Auswertung zufolge 20 bzw. 18 Prozent der befragten Firmen betroffen. Dabei stieg die Summe der Spoofing-Attacken merklich an und erhöhte sich im Vergleich zu den Jahren 2018 und 2019 um 12 Prozent.